so läuft's
Kleine Zwischenmahlzeit:
Das war eine Tasse Kaffee mit Milch
Jetzt gibt's noch nen Apfel
Ich bin (vorerst) mäßig satt und zufrieden
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Sprechkost-Programm:
So funktioniert Sprechkost - speak and eat
ALLES Essen und Trinken was in den Mund kommt, wird laut ausgesprochen.
Es mag zunächst befremdlich klingen und die ersten Tage kosten einige Überwindung, bald kannst Du aber zum innerlichen oder leisen Sprechen übergehen und es wird Dich nicht mehr so anstrengen.
Mit dem Sprechen erstellst Du Dein tägliches Ernährungstagebuch ohne Stift, Block oder Handy. So soll alles Essen und Trinken nicht nur in Deinem Magen, sondern bewusst in Deinem Kopf ankommen.
Start:
Erst sprichst Du laut und deutlich bei jedem Essen und Trinken. Dann innerlich. Du schaust das Essen oder das Getränk an und sagst zu Dir selbst, was Du da gerade genießen darfst.
„Ich esse jetzt ein Brot mit Butter und Käse“
„Ich esse jetzt noch ein Brot mit Butter und Käse“
… immer so weiter…den ganzen Tag über und ggf. auch nachts, falls Du den Kühlschrank nachts (heimlich?) aufsuchst…
„Ich trinke ein großes Glas Milch“
„Ich esse eine Orange“
… immer so weiter… auch beim Arbeiten… auch wenn es stressig ist... auch wenn Du auf der Couch sitzt...
„Ich esse eine Praline“
„Ich esse noch eine Praline“
„Ich esse noch eine Praline“
„Ups…Ich esse noch eine Praline“
Ziel ist es, dass durch das bewusste Aussprechen aller konsumierter Speisen und Getränke, oder schließlich durch das innerliche Kommentieren, wie bei einem geschriebenen Ernährungstagebuch begriffen wird, wieviel und was Du zu Dir nimmst.
Praxis-Tipp und Beispiel 1:
Du sitzt mit einer Tafel Schokolade auf dem Sofa und isst nach und nach immer weiter ein Stückchen, z.B. während des Fernsehens völlig beiläufig, dann ist die Tafel schneller aufgefuttert als gedacht. Du hast Lust auf die Schokolade und Appetit, nicht wirklich Hunger. Schokolade essen ist völlig ok und tut gut, aber wie bei Allem macht es die Menge. Anstatt Schokolade könnte es auch ein Teller mit Weintrauben sein. Die Menge erfassen wir jedoch nicht, wenn wir es beiläufig tun, wir müssen es bewusst und wertschätzend tun.
Kommentiere also jedes einzelne Stückchen Schokolade oder jede einzelne Weintraube und Du wirst merken, dass Du schon eine ganze Menge gegessen hast, wenn Du 10 mal gesagt hast: “Ich esse jetzt ein Stück Schokolade“. „Und jetzt esse ich noch ein Stück Schokolade“, „und jetzt esse ich noch ein Stück Schokolade“ und „dazu trinke ich noch einen Schluck Wein“…
Praxis-Tipp Beispiel 2:
Du bist kurz davor Dir unbewusst etwas in den Mund zu „schieben“, oftmals weil Du gerade total ausgehungert bist oder weil das Essen einfach so da rumliegt (darum sollte man lieber regelmäßig und tatsächlich im Sitzen essen und trinken, dann kommt es seltener zu diesen fatalen Heißhunger-Attacken).
Du kannst in diesen Momenten innerlich oder laut sagen: „Stop!“ oder „Sprechkost!“
– und somit hast Du die Möglichkeit Deinen Kopf und Bauch kurz zu fragen ob Du überhaupt Hunger hast? (dieses Hungergefühl zu spüren müssen Viele erst wieder lernen) UND ob dieses Essen tatsächlich guttut? (isst Du aus Frust? Stress? Ärger? Lust?) UND ob Du es wertschätzt.
Und schon durch diese kurze Verzögerung, durch dieses kleine Bewusstmachen im Inneren, wirst Du Dich vielleicht nicht in jeder dieser Situationen, aber vielleicht bei jeder zweiten gegen dieses flüchtige Essen entscheiden.
Iss anstatt dessen lieber in Ruhe, bewusst und wertschätzend. Dies zu tun ist der Schlüssel um dauerhaft besser zu essen und Gewicht zu verlieren oder ein Zielgewicht zu halten. Dann darf es auch mal Süßes oder Fettiges sein.
Nicht unsere vielleicht hochkalorischen Leibspeisen oder ein toll vorbereitetes Menu machen uns dick, sondern das unbewusste Gefuttere zwischendurch. Das unbewusste Essen wegen zu großen Hungers.
Wie lange Sprechkost?
Vor allem zum Beginn von Sprechkost, solltest Du 10-14 Tage versuchen, tatsächlich alles Essen und Trinken was über Deine Zunge rutscht deutlich zu kommentieren.
Sprich erst laut, dann innerlich.
Mit der Zeit wird das mehr und mehr automatisch passieren, Letztlich lässt sich Sprechkost dauerhaft anwenden um einen Überblick über Dein tägliches Essen und Trinken zu bekommen. Wenn Du Dein Zielgewicht oder Dein angestrebtes Körper- und Gesundheitsgefühl erreicht hast, hilft Sprechkost, dieses auch zu erhalten.
In Phasen in denen Du abgelenkter bist und merkst wieder unkontrollierter zu essen, beginne wieder damit, alles laut auszusprechen oder ggf. laut "Sprechkost", oder "Stop" zu sagen.
Ist es Dir zu viel Sprechkost andauernd anzuwenden? Dann versuche es zunächst an 5 von 7 Tagen/ Woche. Oder nur jeden zweiten Tag. Es wird sich dennoch ein Effekt einstellen. Du wirst dennoch sehr bald kaum merklich bewusster auf das Essen und Trinken blicken, was Du Dir zuführst.